Besuch der Belegstelle Bleckenau

Aktualisiert: 18. Aug. 2021

Jedes Jahr versucht der Imkerverein Pfronten mit seinem Nachwuchs die Belegstelle Bleckenau zu besuchen. Auch wenn es für die Anfänger im ersten Jahr noch nicht aktuell sein wird, ist die Königinnenzucht mit ein wichtiger Bestandteil der Bienenhaltung. Der Verein möchte mit dem Besuch den Jungimker aufzeigen, das sich jeder an das Thema Zucht heranwagen sollte. Außerdem sollte man die Möglichkeit nutzen, Deutschlands schönste Belegstelle mit seiner einmaligen geografischen Lage zu besuchen. Die Belegstellenleiter Matthias Friedl und Jörg Sattelberger motivieren zusätzlich mit hilfreichen Tipps, den Weg, unabhängig der Königinnenanzahl, zu wagen. Es lohnt sich auf jeden Fall, da anschließend bei gemütlicher Einkehr Erfahrungen ausgetauscht werden.

Pfrontner Imkernachwuchs besucht Belegstelle Bleckenau


Das Wetter lies zwar zu wünschen übrig, aber dadurch lies sich der Imkernachwuchs des Imkerverein Pfronten nicht abhalten. Bei einer Sonderführung auf die Belegstelle Bleckenau, durch Kurt Sattelberger teilzunehmen.

Auf einer Belegstelle werden kleine Begattungsvölker mit jeweils einer jungen, unbegatteten Bienenkönigin aufgestellt. Sie soll von hier aus ihren Hochzeitsflug unternehmen, um begattet zu werden. Auf der Belegstelle werden weiterhin ausgesuchte Vatervölker aufgestellt, die mit ihren vielen Drohnen für die väterlichen Erbanlagen sorgen. Auf der Bleckenau wird dies mit ca. 20 Drohnenvölkern bewerkstelligt.

Damit die Begattung nicht durch unerwünschte Drohnen erfolgt, muss sich eine Belegstelle in einem von anderen Bienen isolierten Gebiet befinden.

Umgeben von Bergen mit einer Höhe zwischen 1660 m und 2000 m ist eine hohe Sicherheit für eine Reinzuchtbelegstelle gegeben, da sich unter anderem, in solcher Höhe kein Schwarm dauerhaft halten kann. Der Schutzkreis beträgt 10 km. Innerhalb dieses Schutzkreises darf nur die Carnica Bienenrasse gehalten werden.

Kurt Sattelberger erklärte sehr anschaulich und umfangreich den Ablauf einer Zuchtserie. Es ist viel Wissen und pflichtbewusstes Arbeiten nötig, da Termine bei der Königinnenzucht akkurat eingehalten werden müssen. Ist die Königin zur Bleckenau aufgeliefert, spielen natürlich Wetter und ein bisschen Glück eine Rolle, um nach zwei Wochen eine begattete Zuchtkönigin wieder abzuholen.

Die Probe- sowie Jungimker vom Pfrontner Imkerverein waren sehr begeistert. Allein durch die Kulisse der Schutzhäuschen der Begattungskästen zwischen Bäumen und Farnen, lies jedermann sofort an eine Märchenwelt von Feen und Trollen denken.

(Pressemitteilung von 2016)

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