Pfrontner Bienenstadel – Lehrbienenstand & Imkerwerkstatt

 

Seit 2015 bemüht sich der Imkerverein Pfronten als erster Verein im Ostallgäu aktiv um Imkernachwuchs. Mit dem Erfolgskonzept „Imkern auf Probe“ hat sich die Anzahl der aktiven Imker durch enormen ehrenamtlichen Arbeits- und Materialeinsatz auf heute nunmehr 57 nahezu verdoppelt. Das Interesse und die Nachfrage ist weiterhin enorm.

 

 

Handlungsbedarf:

 

Da der alte Vereinsbienenstand im Ortsteil Pfronten Steinach durch den Baumbewuchs nicht mehr bienentauglich war, ist der Verein schon seit 2017 auf neuer Standortsuche. Auf dem Gelände der Mittelschule Pfronten sind wir nun fündig geworden. Die zentrale Lage mit gut nutzbarer Infrastruktur, das Trachtangebot in der Umgebung sowie Ausrichtung des zu errichtenden Gebäudes ist laut Fachberater Johann Fischer für das Vorhaben perfekt. Ebenso lobte der Fachberater für Schwaben das gut durchdachte Konzept des Bienenstadels sowie die multifunktionellen Nutzungsmöglichkeiten des geplanten Gebäudes.

 

Unser Konzept ermöglicht uns eine bewusste und konsequente Umsetzung unserer Satzungsziele:

 

  • Beratung und Unterstützung der Imker über zeitgemäße Bienenhaltung

  • Mitwirkung bei der Jugend- und Erwachsenenbildung

  • Förderung der Zuchtmaßnahmen

  • Verbesserung der Bienenweide

  • Bekämpfung der Bienenkrankheiten

 

Um erfolgreich Bienen zu halten, sind ein bienentauglicher Standort, fundierte Grundkenntnisse, regelmäßige Fortbildungen und praktischer Erfahrungsaustausch nötig.

 

Der neu geplante Standort auf dem Außengelände der Mittelschule Pfronten bringt viele Vorteile mit sich:

  • er ist zentral, fußläufig gut erreichbar und für die Bienenhaltung (Ausrichtung, Trachtangebot) sehr gut geeignet

  • Infrastruktur (Parkplätze...) ist vorhanden

  • Schwerpunkt der Jugendförderung wird durch die Schnittstelle zur Schule durch die  bestehende Imker-AG gefördert

  • die Schulimkerei kann komplett ausgelagert werden, was sehr viele Vorteile mit sich bringt

  • Schüler können nach dem Abschluss weiter betreut werden

Welche Ziele werden mit der Errichtung des Bienenstadels verfolgt:

 

  • Wir möchten eine Begegnungsstätte schaffen, die weit über den Begriff eines Vereinsheimes hinausgeht

  • Es wird Erfahrungsaustausch zwischen Jugendlichen und der älteren Imkergeneration ermöglicht

  • Durch die aktive Jugendarbeit soll der Imkernachwuchs verstärkt in der Altersklasse zwischen 16 – 27 Jahren gefördert werden

  • In der Imker-AG sowie Workshops mit Jugendlichen wird ein Raum für Entwicklungsmöglichkeiten sowie für funktionales Lernen sozialer Kompetenzen geschaffen

  • Jungimker und erfahrene Imker werden durch ein umfangreiches Fortbildungsangebot auf die neuen Herausforderungen vorbereitet, die dem Klimawandel geschuldet sind (neue Schädlinge, wandelnder Ablauf im Bienenvolk und dadurch notwendig angepasste Betriebsweisen)

  • kontinuierliche Weiterbildungsangebote steigert die Qualität des Imkerns und der daraus entstehenden  Bienenprodukte

  • Durch die Bereitstellung wichtiger imkerlicher Gerätschaften sowie einer Fachbibliothek werden die finanziellen Einstiegshürden künftiger Imker entkräftet.

  • Nachhaltiges Handeln wird mit der Auslastung der Gerätschaften vorgelebt und gefördert

  • Angebote sind für alle zugänglich, unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit

  • Bereicherung der Vereins- & Bürgerkultur von Pfronten und Umgebung

  • Raum für themenübergreifende Interessen (Vorträge, Workshops,....)

 

Welche Maßnahmen wollen wir umsetzen:

 

1. bauliche Maßnahmen:
 

  • Errichtung des Bienenstadels. Dieser setzt sich aus zwei eigenständigen Städel zusammen, die durch ein Dach verbunden sind. Das Raumkonzept sieht eine multifunktionale Nutzung vor (Schulungsraum mit Bibliothek & Werkbänken, seperater Schleuderraum, der auch vermietet werden kann sowie einem Geräteraum) Die räumliche Nutzung  kann bezüglich Gruppen und Veranstaltungen individuell angepasst werden. 

 

  • der Bau wird nachhaltig gestaltet: natürliche Baumaterialien, Dachbegrünung sowie bienenfreundliche Gestaltung des Außengeländes

  • geplant ist ein zusätzlicher  Freiständer zur Unterbringung von Schulungsvölker

 

 

 

 

 

 

2. geplante Einrichtung und Inventar

 

  • Ausstattung des Schleuderraumes mit allen wichtigen Gerätschaften, welcher für Einsteiger und schon tätige Imker nutzbar ist

  • Gerätschaften, welche wichtig sind, aber durch den zeitlich begrenzten Einsatz sich für Kleinimker in der Anschaffung nicht lohnen (z. B. elektrischer Dampfwachsschmelzer, Refraktometer,  Melitherm, Rührwerk, Abfüllhobock, Siebkübel, geeichte Waage....)

  • Der Schulungsraum wird u. a. mit ausgesuchter Fachliteratur ausgestattet. Bücher und Fachzeitschriften können zu Schulungen und Kursen eingesetzt werden und stehen zur Ausleihe bereit.

  • Informationsmaterial sowie  Infotafeln und Aufsteller werden angeschafft, die die Angebote des Vereins unterstützen, bzw. auch für andere Vereine, Imker und Interessenten zur Nutzung bereitstehen

3. geplante Maßnahmen im Bildungsbereich und Weiterbildungsangebote

 

  • der Vorstand hat einen umfangreichen Maßnahmenkatalog im Bereich Aus- & Weiterbildung erarbeitet. Bei Interesse kann dieser gerne auf Anfrage eingesehen werden.

 

Durch die neuen Räumlichkeiten wären fortan auch praktische Workshops, Vorträge mit mehr Teilnehmerzahlen und auch Aktionen mit Interessenten und Gästen möglich. Durch das räumliche Konzept sind kurze Wege bei praktischen Tätigkeiten sowie theoretischer Schulung möglich, was innovatives und zukunftsorientiertes Arbeiten veranschaulicht und möglich macht. Das Projekt hat laut Fachberater Fischer Vorzeigecharakter.

 

 

Die fachlichen und praktischen Ressourcen innerhalb des Vereins sind beachtlich:

 

  • Der Imkerverein Pfronten stellt künftig drei Bienensachverständige (Gesundheitswart)

  • sowie drei Bienenfachwarte im Landkreis.

  • Ebenso kann der Verein auf eine Facharbeiterin in der Bienenwirtschaft (A) – Tierwirt mit Fachrichtung Imkerei zurückgreifen.

  • Der Verein zählt Imker mit langjähriger Erfahrung sowie Jungimker, welche sich auf aktuellem Stand  befinden.

  • Ebenso fließen Erfahrungen im pädagogischen und praktischen Bereichen durch eine große Bandbreite an beruflichen Qualifikationen ein.

  • Durch die intensiven Vereinstätigkeiten der letzten Jahre konnte ein Netzwerk weit über den Landkreis und nach Tirol aufgebaut werden.

 

  

 

Welche Kosten werden veranschlagt?

 

Aufgrund der derzeitigen Preisentwicklung im Baubereich ist dies schwer zu kalkulieren. Bei der Größe und dem Umfang des Vorhabens liegt eine Schätzung von ca. 60.000€ vor. 

 

Durch Eigenleistung der Vereinsmitglieder und Helfern wird versucht, die Kosten im umsetzbaren Bereich zu halten.

 

Der Verein hat durch die Imkerpaten, welche die Aufwandsentschädigungen für die Jungimkerbetreuung durch den LVBI dem Verein überbliesen, sowie zahlreichen Sachspenden (Wachs, Rähmchen, Beutenmaterial....) den Grundstock für die Gerätschaften gelegt.

Der Verein bemüht sich intensiv um öffentliche Fördermittel.

 

Die Gemeinde Pfronten steht hinter dem Projekt und wird den Verein entsprechend unterstützen.

 

Die Umsetzung hängt aber  hauptsächlich von Unterstützern ab, da mindestens 2/3 der Kosten über Zuwendungen finanziert werden müssen. 

 

 

Werde auch Du ein Teil des Pfrontner Bienenstadels

 

In Bienendimensionen ausgedrückt:

 

  • eine Bienen fliegt für ein Pfund Honig bis zu 3,5 mal um die Erde

  • 1 Kg Honig die Lebensarbeit von ca. 400 Bienen ist

  • eine Bienenlarve bekommt bis zu 2000 Pflegebesuche

  • 14.000 Blütenstaubkörner der größten Art nötig sind für 1 g Pollen

  • ….

 

 oder umgangssprachlich: auch Kleinvieh macht Mist – jede Spende zählt und ist zweckgebunden

  

Bankverbindung:

VR-Bank Augsburg Ostallgäu eG

IBAN: DE32 7209 0000 0009 6497 35

 

Betreff: Pfrontner Bienenstadel

Bei gewünschter Spendenquittung bitte Namen & Adresse angeben.

 

Werde Fördermitglied und bleibe auf dem Laufenden! Bei Interesse  bitte Kontakt aufnehmen. 

  

Imkern verkörpert Umwelt- und Klimaschutz sowie nachhaltiges Handeln. Leiste durch eine Spende einen sinnvollen und zukunftsfähigen Beitrag für unsere nächste Generation!

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